Auf dem Siloah-Hof haben sich Familien zusammengefunden, die in der Tradition klösterlicher Gemeinschaft leben: „Wir wissen uns von Gott berufen, unser Leben miteinander zu teilen. In der Liebe Gottes wollen wir einander dienen“, steht in den Sandstein gemeißelt, der neben dem Eingang der kleinen Krypta hängt. Die Familienkommunität Siloah befindet sich auf dem weitläufigen Gelände eines alten Rittergutes in Neufrankenroda westlich von Gotha. In dem etwa 70 Einwohner zählenden Dorf bildet die Kommunität eine autarke Gemeinschaft, die vom christlichen Glauben geprägt einen naturnahen Lebensstil führt.
Der Hof liegt etwas versteckt fast im Niemandsland. Ein Holzschild am Abzweig der Straße gibt den ersten Hinweis. Eine schmale von Bäumen gesäumte Landstraße führt nach Siloah. Bald ist auf der Wiese das überdimensionale Holzkreuz zu sehen, und die von stattlichen Kastanien gesäumte Zufahrt ist nicht mehr weit: Der Siloah-Hof präsentiert sich ruhig an dem Spätsommertag. Die Zeichen des Herbstes werden am trockenen Laub und den glänzenden Kastanien auf dem Boden deutlich. Mirabellen liegen verstreut herum. Die Pflaumenfrucht sei dieses Jahr gar nicht gefragt, sagt Diana, die auf dem Hof lebt. Die Bäume würden sich unter der Last der Früchte biegen. Immer gefragt jedoch sind die Äpfel von Siloah. Es ist Erntezeit auf der Obstplantage des Hofes. Den Rest des Beitrags lesen »
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