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Text- und Fotoarchiv für Erfurt von Susanne Kay

Haselnussröllchen für Aschenbrödels Prinz

Vergangenen Samstag drängten sich viele Menschen in der engen Confiserie Rotstern am Fischmarkt. Durch das Schaufenster konnte man den Mann sehen, der unermüdlich Autogramme schrieb: Der tschechische Schauspieler Pavel Trávníček spielte in dem Märchenfilm “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” den Prinzen.

Pavel Trávníček

So lautete der Werbeanschlag an der Tür der Confiserie schlicht: “Der Prinz kommt.” Auch im Film heißt der Prinz nicht anders als Prinz, nicht etwa Prinz Karel oder Prinz Jiri. Doch Pavel Trávníček scheint soetwas wie der ewige Prinz zu sein, denn dies blieb seine bekannteste Rolle. Bevor er nach Erfurt kam, gab er am Vormittag unweit von Dresden auf Schloss Moritzburg, wo einige Aufnahmen des Films entstanden, Autogramme. Aschenbrödel verliert im Film auf der Außentreppe des Schlosses ihren Schuh. In Erfurt signierte Trávníček geduldig nach dem Film benannte Kekspackungen mit Haselnussröllchen drin und dem Bild von Aschenbrödel drauf.

Der charmante Prinz ist inzwischen 61 Jahre alt. 1997 gründete er in Prag sein eigenes Theater namens “Skelet”, in dem er auch selber spielt. Trávníček ist zudem als Synchronsprecher tätig und leiht John Travolta, Alain Delon, Terence Hill oder dem Darsteller des Lucius Malfoy in den Harry-Potter-Filmen seine Stimme.

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