kAyTIKEL

Symbol

Text- und Fotoarchiv für Erfurt von Susanne Kay

Ruine des Kultur- und Freizeitzentrums

Eine Taube hockt auf dem “W”, die andere auf dem “u”. Die Verschalung der Leuchtbuchstaben, die einst auf die “Weinstube” wiesen, fehlt. Wein wird hier schon lange nicht mehr getrunken. Noch ein Drittel des ehemaligen Kultur- und Freizeitzentrums am Moskauer Platz steht. Der Abriss geht nicht weiter. Nachdem die Arbeiten im März zunächst zügig voran gingen und geplant war, das Kulturzentrum in sechs Wochen abzureißen, stockten die Arbeiten bis sie im Juli ganz eingestellt wurden. Die Finanzierung sei ins Wanken geraten. Der Investor verhandele derzeit mit der Bank.

Ruine des Kultur- und Freizeitzentrums

Eigentlich sollte im November ein Versorgungszentrum auf der Fläche des Kultur- und Freizeitzentrums eröffnet werden. Die Werbung eines Discounters, der dort eröffnen wollte, hängt  eingeknickt am Gebäuderest. Einziehen sollten auch ein Bäcker, ein Fleischer, ein Frisör und weitere Geschäfte. Statt dessen blicken die Anwohner am Moskauer Platz seit Monaten auf eine Ruine und einen Platz voller Bauschutt. Den Rest des Beitrags lesen »

Einsortiert unter:Erfurt, , , , ,

Jesus Christ Superstar ab fünfzig Cent

Versteigerungen mit Krawatte macht er nicht: “Das bringt Unglück”, sagt der Generalintendant des Theaters Erfurt. Guy Montavon steht in dunkler Hose und hellem Hemd auf der Bühne. Zwei fahrbare Kleiderständer und einige Requisiten aus der Zauberflöte bilden die Kulisse vor dem Motiv einer Phantasiestadt mit Kirchtürmen.

Guy Montavon versteigert Theaterkostüme

Die Kostümversteigerung beginnt mit einem giftig grünen Kleidchen, das eine riesige gelbe Blüte ziert. Aus dem Parzival, in Größe 36 und einem Euro Anfangsgebot. Montavon gibt den Auktionator: “Zum Ersten, zum Zweiten, siebzehn zum Dritten.” Das Ding ist weg. Zum Aufruf kommt eine Jacke aus Jesus Christ Superstar in Größe 48 mit Federn. Das Anfangsgebot liegt bei fünfzig Cent. Dann entpuppt sich ein quietsch-pinkes Oberteil mit grell-gelben Rock aus Carmina Burana als Ladenhüter. Die Kombination lässt sich leidlich für sechs Euro losschlagen. Gut das Doppelte bringt ein schlichtes zartrosa Kleid aus der Oper Lulu: “Der Stoff ist definitiv brennbar”, scherzt der gut gelaunte Montavon, der das Publikum zu unterhalten weiß. Er betont, dass alle Stücke gründlich gereinigt seien und gleich angezogen werden könnten. Bald sei ja wieder Karnevalszeit. Den Rest des Beitrags lesen »

Einsortiert unter:Erfurt, , ,

Besucher

  • 11,972 hits

Archiv

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.