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Text- und Fotoarchiv für Erfurt von Susanne Kay

Das Loch ist dicht

Das Loch ist dicht: „Man kann sagen, es ist heute nach fast zwölf Jahren vollbracht, diesen Hirschgarten so herzustellen, wie ihn sich die Mehrheit der Erfurter gewünscht haben“, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein. In Geleit der Blumenkinder und des Petersbergregiments begrüßten der Chef der Staatskanzlei, Klaus Zeh, und Baubeigeordneter Ingo Mlejnek die Erfurter, die zur feierlichen Eröffnung des neuen Parks kamen. Ministerpräsident Dieter Althaus weilte beim Thüringentag in Greiz.

Eröffnung Hirschgarten

Eröffnung Hirschgarten

Bausewein erinnerte daran, dass die mehrheitlich für die Parkanlage ausgefallene Haushaltsbefragung keine verbindliche Vorgabe für den Stadtrat gewesen sei. Eine moralische Pflicht hielt die Stadträte doch an, sich daran zu halten. Dankbar zeigte sich Bausewein somit den Bürgern gegenüber, die sich für den Park ausgesprochen haben. Recht lang war das Begrüßungsprozedere: Mlejnek bedachte besonders die Anlieger, die so lange die Bautätigkeiten ertragen haben und in den Jahren davor den unwürdigen Zustand im Hinblick auf die klaffende Lücke vor ihren Türen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Hirschgarten im Wandel

Statthalter Warsberg reißt ab und setzt Rotwild aus

Die kleinen Häuser gegenüber mit ihren neugierigen Bewohnern wurden Statthalter Warsberg zur Last, von der er sich befreien wollte. Aus den Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt aus dem Jahr 1929 geht weiter hervor, dass Warsberg in einer Eingabe an die Kurfürstliche Kammer auf die unangenehme Nachbarschaft und die damit verbundene Feuergefahr für die Statthalterei hingewiesen haben soll. Der Freiherr verband sein Klagen mit dem Ersuchen, die Häuser abzureißen.

Hirschgarten

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Nach seinem Amtsantritt 1732 ließ er nach und nach Gebäude der ihn so störenden engen Bebauung an der Regierungsstraße, früher Vitigasse, aufkaufen und abreißen. Der wohlhabende Statthalter finanzierte den Abriss der mittelalterlichen Häuser gar teilweise mit eigenen Mitteln. Es verschwanden unter anderem die Häuser Zum kleinen Falkenstein, das Salzkärrner-Häuschen, die Häuser Zur schwarzen Gabel und Güldenen Henne, das Haus Zum Christoffel oder der große Biereigenhof Zum Granatapfel. Weitere sechs abgerissene Häuser nebst Gärten befanden sich an der Lohbank, der heutigen Neuwerkstraße. Bis 1740 entstand ein freier Platz vor der Statthalterei. Genauso hatte es Anselm Franz Ernst Freiherr von Warsberg angestrebt: Ein repräsentatives Umfeld vor seinem Amts- und Wohnsitz zu schaffen. Der Platz wurde eingezäunt und mit Bäumen bepflanzt. Fortan hieß das Areal Hirschgarten. Eine Theorie zur Namensgebung wird auf das Rotwild zurückgeführt, das den neuen Platz belebte. Ebenfalls 1740 entstanden die beiden Wachhäuschen vor der Statthalterei. Warsberg starb 1760 und wurde in der Wigbertikirche beigesetzt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Der Stein-Reiche Gärtner Maier

Mit Fahrrad, Fotoapparat und festem Schuhwerk waren die meisten Besucher optimal gerüstet, um die Gärten zu erkunden, deren Pforten sonst verschlossen bleiben. Bei den Open Gardens – Offene Gärten öffnen sich einmal im Jahr private Gartentore. Dann stapfen Fremde durch den eigenen Garten und trampeln so einiges Rasengrün nieder: „Das wächst wieder nach“, wiegelt Rüdiger Maier ab, der mit seiner Frau Sabine in der ehemaligen Lohmühle im Venedig lebt.

Garten Maier im Venedig

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Einst wurden in der Mühle Baumrinden für die Gerberei zerkleinert. Das Haus war in einem verfallenen Zustand als Maier es 1997 begann zu sanieren. Neben zwölf Personalausweisen fischte er mehrere Mühlsteine und andere historische Steinfragmente aus dem Fluss und wurde so ein Stein-Reicher. Den Rest des Beitrags lesen »

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