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Text- und Fotoarchiv für Erfurt von Susanne Kay

Langeweile führte zum Carfever

Das Wetter war schlecht. Sie hatten Langeweile. Daraus entstand das erste Carfever, das die Organisatoren Andreas Baier und Rennfahrer Nico Unbehaun am Samstag als erfolgreiche Veranstaltung werteten. Das Parkhaus an der Werner-Seelenbinder-Straße wurde für 30 Gokart-Teams zur Rennstrecke. Über drei Ebenen fuhren Kinder wie Erwachsene, ungeübte wie professionelle Rennfahrer um Pokale.

Kartrennen im Parkhaus

Kartrennen im Parkhaus

Dicht gedrängt stand das Publikum beim Kartrennen an ungewöhnlichem Ort zwar nicht. Dafür gab es drumherum eine Menge Autos zu bestaunen: Ein zur wummernden Klangmaschine umgebauter knallroter Golf GTI, der Kofferraum ein einziges Multimedia-Center mit soundstarken Subwoofern. Das war etwas für die Freunde aufgemotzter Wagen. Dann der leuchtend rote 1966er Ford Mustang für Freunde amerikanischer Boliden und schließlich ein ebenso satt roter Oldtimer, den Uwe Leser mitbrachte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Gewendet – Die Absurditäten der DDR-Realität

Der Titel Gewendet soll keine politische Wertung vorweg nehmen, er mag ironisch oder ernst genommen werden. Mindestens von beiden Seiten zeigt sich das neue Buch von Lutz Rathenow mit Harald Hauswald inhaltlich. Sind es zum Einen die mit persönlichen Erinnerungen und Anekdoten gespickten Kurzgeschichten des aus Jena stammenden Autors, wirken die fotografischen Zeitzeugnisse Harald Hauswalds, in denen er ganz unaufdringlich wie beiläufig den DDR-Alltag festgehalten hat, als ernstes Gegengewicht. Es handelt sich um ein Buch der ausgleichenden Gegensätze, das Lutz Rathenow im Rahmen der Veranstaltungsreihe Das politische Buch im Gespräch der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen in der Buchhandlung Peterknecht Donnerstagabend vorstellte.

Autor Lutz Rathenow

Der in Berlin lebende Rathenow, der zu DDR-Zeiten wegen regimekritischer Töne verhaftet wurde  und auf die Frage, ob er sich die DDR zurück wünsche trocken mit „ja, um sie noch einmal abzuschaffen“ antwortet und den Trabant für ein autoähnliches Fortbewegungsmittel hält, spart nicht an ironischen Spitzen, die er gern austeilt. Kurzweilig und unterhaltsam gestaltete er die Lesung zum Vergnügen der Zuhörer. Den Rest des Beitrags lesen »

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Aufgespielt und ausgesetzt

Pünktlich zum 30. Jahrestag der Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR hat die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen die 55-seitige bebilderte Gra­tisbroschüre „Wolf Biermann 1976: Die Ausbürgerung und ihre Folgen“ herausgegeben. Der stellvertretende Geschäftsführer der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin, Dr. Robert Grünbaum, fasste darin die Ereignisse vor und nach der Ausweisung Bier­manns zusammen. Donnerstagabend stellte der Autor sein Werk im Rahmen einer Podiums­diskussion in der Stadtbibliothek vor.

Robert Grünbaum mit Lutz Rathenow (v. li.)

Die Biermann-Aktivisten und Schriftsteller Lutz Rathenow aus Berlin und die aus Emleben stammende Gabriele Stötzer stellten sich als Zeitzeugen den Fragen der etwa 65 Anwesenden. Der Erfurter Musiker Gerd Krambehr begleitete den Abend musikalisch: „Beiß den Arsch und die Zähne ganz fest zusammen“, heißt es in einer Liedzeile. Das könnte sich auch Wolf Bier­mann gedacht haben, nachdem ihm nach seinem legendären Konzert in Köln vor 6500 Zuschauern die Wiedereinreise in die DDR verwehrt wurde. Den Rest des Beitrags lesen »

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