Februar 3, 2010 • 8:53 pm
Seinen Platz hat der jüdische Hochzeitsring in der ältesten bis zum Dach erhaltenen Synagoge in Mitteleuropa gefunden. Seit Oktober kann der aus purem Gold gestaltete Ring in der Alten Synagoge besichtigt werden, nachdem er zuvor mit anderen Prunkstücken des Erfurter Schatzes in Paris, London, New York und Berlin ausgestellt worden war. Grund genug für die Deutsche Post, dem Ring eine Sonderbriefmarke zu widmen.

Der jüdische Hochzeitsring auf einer Sonderbriefmarke
Die Sonderbriefmarke zu 90 Cent erscheint am 11. Februar. Der Entwurf stammt von Corinna Rogger aus Biberach nach einem Motiv von Brigitte Stefan vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Der Ring ist 4,7 Zentimeter hoch und stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Der obere Teil des Ringes stellt einen gotisch gearbeiteten Miniaturtempel dar, der von zwei geflügelten Drachen getragen wird. Read the rest of this entry »
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Schöner hätte das neue Jahr nicht beginnen können. Der Neujahrsspaziergang führte viele Erfurter durch den Schnee. Warm angezogen mit Jacke, Mütze, Schal und Handschuhen zog es die Familien unter anderem in den Nordpark. Dort durfte der Schlitten nicht fehlen. Das abschüssige Gelände des Parks ist wie gemacht für eine tolle Rodelpartie mitten in der Stadt. Die Fotografin ging entlang der Auenstraße zum Nordpark, wo die Kinder viel Spaß im Schnee hatten:

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November 7, 2009 • 6:17 pm
Das Schaufenster des Delikatessengeschäfts am Dresdner Rathausplatz ist üppig gefüllt. Die Trink-Fix-Dosen sind kühn gestapelt. Das lösliche Schokoladengetränk scheint das einzige erhältliche Produkt des Geschäfts zu sein. Die Dichte des Dosen-Arrangements ist so undurchdringlich wie eine Mauer. Noch bis zum 14. November ist die Ausstellung Gewendet – 20 Jahre Mauerfall mit Fotografien des Berliner Fotografen Harald Hauswald in der Einkaufsgalerie Anger 1 zu sehen. Der 1954 in Radebeul geborene Fotograf zog 1977 nach Ost-Berlin. Mit wachem Blick für den Moment hielt er mit seiner Kamera den normalen DDR-Alltag fest, aber genauso Absurdes. So zeigt ein Bild ein Kirmes-Fahrgeschäft, an dem Südseetraum steht – aber das Karussell dreht sich nur im Kreis.

Menschen in der U-Bahn von Harald Hauswald
Hauswalds Bilder entlarven Grotesken. Giovanni di Lorenzo beschreibt die Arbeiten des Fotografen in einem Porträt in Die Zeit als „eine Art archäologische Bestandsaufnahme von einer Welt, die sich innerhalb weniger Jahre aufgelöst hat“. Der Fotograf als Konservator, „dem es gelingt, den Zufall zu fotografieren, der zwangsläufig erscheint“, wie der aus Jena stammende Autor Lutz Rathenow über seinen Freund Hauswald sagt. Gemeinsam brachten sie das Buch Ost-Berlin, das 1987 erschien, und den Bildband Gewendet heraus. Ein Teil der ausgestellten Fotografien sind in den Büchern enthalten. Read the rest of this entry »
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